3. Bahnpokal Velodrom

3. Bahnpokal mit enttäuschender Resonanz

- Indiskutable Beteiligung bei den Schülern – 

Unmittelbar nach den Osterfeiertagen fanden bereits wieder Bahnpokalrennen im Velodrom statt. Es lag bestimmt nur an den Schulferien, die in Berlin noch in vollem Gange waren, dass die Starterfelder insbesondere bei den Schülern arg zu wünschen übrigließen.

So legte man die Klassen U 13 – einziger Starter war Paul Köberlein vom Berliner TSC - und U 15 zusammen und dennoch waren insgesamt nur fünf (!) Akteure am Start, so dass Henning Sage vom BRC Semper seine bereits des öfteren nachgewiesene Überlegenheit in der Klasse U 15 souverän ausspielen konnte.

Er gewann mit den 100 m fliegend, dem Rennen über die unbekannte Distanz und dem Ausscheidungsfahren alle drei Wettbewerbe und unterstrich einmal mehr sein großes, radsportliches Talent.

Bei der Jugend sah das Starterfeld wesentlich freundlicher aus, wobei vor allem die Besten dieser Altersklasse fast vollständig vertreten waren. Mit Eleonora Schütz von der NRVg. Luisenstadt und Lotta Schoenemeyer vom RSV Werner Otto waren auch zwei junge Damen am Start, die sich wacker schlugen. Im Ausscheidungsfahren dominierte Calvin Dik vom RSV Werner Otto vor dem immer stärker in Erscheinung tretenden Maurice Ballerstedt vom SC Berlin und Patrick Dietze vom Radteam Cöpenick, während der Mitfavorit Elias Richter vom Marzahner RC 94 früh die Segel strich und nur auf Platz 12 landete, noch hinter Eleonora Schütz, die als Neunte einkam.

Eine tolle Leistung bei den 30 Temporunden bot Pepe Voß, der kleine Bruder des Profis Paul Voß, der für den Spandauer RV in die Pedalen tritt. Mit 18 Punkten trug er ganz knapp den Sieg davon, als er die punktgleichen Tim Pröhl vom SC Berlin und Elias Richter mit 17 Punkten auf die Plätze verwies. Etwas enttäuschend in diesem Rennen war die Leistung von Calvin Dik, der ohne Punkte blieb und nur den 13. Platz belegte. Berlins derzeitig weibliches Aushängeschild Eleonora Schütz erspurtete wenigstens drei Punkte und das reichte letztlich zu einem guten 5. Platz.

Zu einem Duell des Berliner Jugendvierers wurde das Punktefahren über 50 Runden. Bei der Deutschen Straßenmeisterschaft im Mannschaftszeitfahren im vergangenen Jahr in Genthin hatten Jakob Antkowiak vom BSV AdW, Calvin Dik, Fabian Dreier vom SC Berlin und Elias Richter als jüngerer Jahrgang eine tolle Bronzemedaille hinter den Mannschaften aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geholt, die sie in diesem Jahr vergolden wollen. Bereits in diesem Rennen stellten sie sich in vielversprechender Form vor und machten das Rennen unter sich aus. Am Ende hatte Fabian Dreier, der erst am Ostersamstag beim Sachsenringradrennen siegreich war, mit 52 Punkten die Nase vorn vor Calvin Dik mit 51 Punkten, Elias Richter mit 47 und Jakob Antkowiak mit 44 Punkten.

Als zusätzlichen Wettbewerb hatte man dieses Mal eine 3000m Mannschaftsverfolgung ins Programm genommen, um zwei Jugendvierer auch für die Deutschen Bahnmeisterschaften zu testen. Es war eine klare Angelegenheit für Calvin Dik, Jakob Antkowiak, Fabian Dreier und Elias Richter, die mit 3:26,91 Minuten eine Zeit realisierten, die noch verbesserungsbedürftig ist, um auch auf der Bahn aufs Podium zu fahren. Die zweite Mannschaft des jüngeren Jahrgangs mit Justin Winzer vom RC Charlottenburg, Maurice Ballerstedt, Tim Pröhl und Patrick Dietze fiel dagegen mit 3:35,94 Minuten erheblich ab und war chancenlos. Im Hinblick auf kommende Aufgaben war dieser Test aber durchaus angebracht, zumal es leider nicht allzu viele Möglichkeiten gibt, gezieltes Vierertraining zu absolvieren.

Die Junioren fuhren erneut mit der Elite gemeinsame Rennen und dabei dominierten vor allem die Elitefahrer, die gerade der Juniorenklasse entwachsen sind. Zunächst war es Erik Schubert vom Berliner TSC, der schon im zweiten Jahr bei der Elite fährt und im Ausscheidungsfahren vor seinem Vereinskameraden Sebastian Schmiedel und Moritz Malcharek vom RSV Werner Otto siegte. Bester Junior war hier auf Platz fünf der zuletzt stark verbesserte Josh Mechsner vom Berliner TSC. In den 30 Temporunden ließ Berlins großes Talent Moritz Malcharek dann mit 14 Punkten sowohl Erik Schubert als auch Sebastian Schmiedel mit jeweils 7 Punkten relativ klar hinter sich, um später auch im Punktefahren über 80 Runden zu glänzen. Hier erreichte Moritz Malcharek 26 Punkte, mit denen er Christopher Schulz von den Zehlendorfer Eichhörnchen und Erik Schubert, die 16 bzw. 8 Punkte erspurteten, sicher distanzierte. Auch hier schlug sich Josh Mechsner auf Platz vier mit 7 Punkten ganz ausgezeichnet.

Es bleibt die Hoffnung bestehen, dass beim nächsten Bahnpokal die Starterfelder insgesamt wieder etwas üppiger ausfallen und damit der Konkurrenzkampf, der dieses Mal bei den Schülern nicht gegeben war, etwas angeheizt wird.

Bernd Mülle

Letzte Änderung am Mittwoch, 06 April 2016 08:41
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

Über den Verband

Kontakt

Folge uns