Bahnsichtung des BDR in Frankfurt/Oder

- Berliner mit unterschiedlichen Leistungen –

 

Am vergangenen Wochenende fanden in Frankfurt/Oder Bahnwettlämpfe im Rahmen der „BDR-Jugendsichtung powered by Müller-Die lila Logistik“ statt. Dabei gab es sowohl für die männliche als auch für die weibliche Jugend einen Omniumwettbewerb, bestehend aus 200 m fliegend, einem 500 m Zeitfahren, der 2000 m Einerverfolgung und dem Punktefahren. Darüber hinaus mussten die Teilnehmer die 3000 m Mannschaftsverfolgung als zusätzlichen Wettbewerb absolvieren.

Insgesamt 71 Teilnehmer sorgten für ein stattliches Feld bei der männlichen Jugend und auch bei der weiblichen Jugend konnten immerhin 38 Teilnehmerinnen registriert werden. Aus Berlin waren 10 Radsportler-/innen dabei, darunter Maurice Ballerstedt vom SC Berlin, Patrick Dietze vom Radteam Cöpenick, Albert Gathemann vom Berliner TSC, Sascha Telschow vom Marzahner RC 94 und Justin Winzer vom RC Charlottenburg sowie mit  Sandra Hainzl, Miriam Herfort, Josephine Körnig, Paula Leonhardt und Laura Lotter fünf Fahrerinnen der weiblichen Jugend, die alle dem SC Berlin angehören.

Bei den 200 m fliegend war Maurice Ballerstedt mit 11,640 Sekunden auf Platz 12 bester Berliner, während Patrick Dietze im 500 m Zeitfahren mit 35,456 Sekunden einen guten 9. Platz belegte. Ausgezeichnet auch das Ergebnis von Maurice Ballerstedt in der 2000 m Einerverfolgung, wo er mit 2:20,17 Minuten einen hervorragenden 5. Platz errang. Sowohl Patrick Dietze als auch Maurice Ballerstedt schafften den Sprung ins Finale des Punktefahrens der 24 bestplatzierten Fahrer über 56 Runden, wo Patrick Dietze Platz 12 erreichte und Maurice Ballerstedt sturzbedingt nur 22. wurde. In der Gesamtwertung des Omniums, das Hannes Wilksch vom RC Luckau vor Henri Uhlig vom RSC Kelheim und Maarten Zillmer vom Schweriner SC gewann, blieben am Ende für Patrick Dietze Platz 12 und für Maurice Ballerstedt Platz 13 übrig.

Das beste Ergebnis aus Berliner Sicht war bei der weiblichen Jugend der 4. Platz von Josephine Körnig im 500 m Zeitfahren mit 39,126 Sekunden. Auch Paula Leonhardt schlug sich ausgezeichnet als 10. in der 2000 m Einerverfolgung mit 2:40,63 Minuten, um im abschließenden Punktefahren der besten 24 über 40 Runden den 16. Platz zu belegen. Für Laura Lotter reichte es in 13,527 Sekunden als beste Berlinerin nur zu Platz 20 bei den 200 m fliegend, in der Gesamtwertung des Omniums musste sie als 19. ihrer Vereinskameradin  Josephine Körnig den Vortritt lassen, die auf Rang 16 einkam. Überlegene Siegerin war hier Alessa-Catriona Pröpster von der RSG Zollern Alb, die alle vier Wettbewerbe des Omniums gewann.

Der Landesverband Brandenburg mit Hannes Wilksch an der Spitze, der jetzt auch in der Gesamtwertung der Bundesjugendsichtung den ersten Platz einnimmt, gewann die 3000 m Mannschaftsverfolgung in 3:22,253 Minuten, in der der Landesverband Berlin mit Patrick Dietze, Maurice Ballerstedt, der hier erneut stürzte, Justin Winzer und Albert Gathemann in 3:27,049 Minuten einen guten 6. Platz unter 15 Teams erreichte. Bei der weiblichen Jugend landete der SC Berlin mit Josephine Körnig, Laura Lotter, Sandra Hainzl und Paula Leonhardt in 3:53,669 Minuten hinter dem Landesverband Thüringen und dem RSV Irschenberg unter sechs Teams auf dem dritten Platz noch vor dem Landesverband Württemberg mit der die Gesamtwertung der Bundesjugendsichtung nunmehr anführenden Alessa-Catriona Pröpster. Beste Berlinerin ist hier Laura Lotter auf Platz 23, während bei der männlichen Jugend Maurice Ballerstedt auf einem ausgezeichneten 9. Platz liegt.

Auch die Junioren und Juniorinnen waren in Frankfurt/Oder im Rahmen der jährlichen Überprüfungen bzw. Sichtungen am Start und absolvierten ein umfangreiches Programm mit Einer- und Mannschaftsverfolgung sowie einem Punktefahren. Bei den Juniorinnen waren nur 13 Teilnehmerinnen am Start, darunter aus Berlin Lotta Schoenemeyer vom RSV Werner Otto und Eleonora Schütz von der NRVg. Luisenstadt. Platz 7 in der Einerverfolgung mit 2:35,58 Minuten und Platz 4 im 60 Runden Punktefahren waren für Eleonora Schütz sehr ordentliche Ergebnisse, die mit der zweiten Vertretung des BDR-Vierers in der 4000 m Mannschaftsverfolgung noch Platz zwei belegte.

Immerhin 33 Fahrer stellten sich dem Starter bei der 3000 m Einerverfolgung der Junioren, darunter die fünf Berliner Calvin Dik vom RSV Werner Otto, Elias Richter und Adrien Buley vom Marzahner RC 94, Jakob Antkowiak vom BSV AdW Berlin und Maciej-Marek Litkowski von den Zehlendorfer Eichhörnchen. Mit guten 3:27,80 Minuten erreichte Calvin Dik Platz 8 in der Qualifikation, den er auch im Finale mit einer etwas schwächeren Zeit belegte. Im 80 Runden Punktefahren trumpfte Calvin Dik dann groß auf, als er mit 47 Punkten inklusive zweier Rundengewinne in der Schlusswertung hinter Rico Brückner von der RSG Muldental Grimma Zweiter wurde und die bis dahin führenden Leon Heinschke vom Frankfurter RC 90 und Jakob Geßner vom RSC Turbine Erfurt noch abfing, die mit 44 bzw. 42 Punkten auf die weiteren Podiumsplätze verwiesen wurden. Der 13. Platz für Jakob Antkowiak war hier auch aller Ehren wert.

In der 4000 m Mannschaftsverfolgung traten sieben Teams an, aber nur zwei Berliner Fahrer waren in der zweiten Mannschaft des BDR mit Calvin Dik und mit Elias Richter im Mixteam Thüringen/Berlin dabei. Mit 4:15,716 Minuten fuhr der erste BDR-Vierer mit Johannes Banzer vom 1.RC Jena, Rico Brückner, Per Christian Münstermann von der SG Radschläger Düsseldorf und Juri Hollmann vom RSC Cottbus die schnellste Zeit in der Qualifikation, die er im Finale auf 4:12,975 Minuten nochmals steigern konnte. Während Calvin Dik mit Jakob Geßner, Max Gehrmann vom RSC Turbine Erfurt und Jannis Peter vom SSV Gera in der Qualifikation nur Platz vier belegte, zeigte Elias Richter in dem Mixteam mit Michel Aschenbrenner vom SV Sömmerda, Henrik Pakalski und Milan Henkelmann vom RSC Turbine Erfurt auf Platz zwei in 4:19,959 Minuten eine starke Leistung. Im Finallauf, der auf Wunsch des Bundestrainers Helmut Taudte mit beiden BDR-Teams bestritten werden sollte, fuhren dann Jakob Geßner, Max Gehrmann und Jannis Peter mit Elias Richter an Stelle von Calvin Dik, der für das Punktefahren geschont werden sollte. Erneut zeigte Elias Richter ein starkes Viererrennen, für das sein Team gute 4:19,312 Minuten benötigte.

Die Leistungsschau des deutschen Radsport-Nachwuchses verdeutlichte einmal mehr die gute Arbeit, die in den einzelnen Landesverbänden geleistet wird. Es gilt für die Zukunft, die Kräfte zu bündeln und damit das Niveau weiter anzuheben. Insbesondere die Leistungen von Calvin Dik und Elias Richter geben zu Hoffnungen Anlaß, zumal sie beide noch zum jüngeren Jahrgang bei den Junioren gehören.

Bernd Mülle    

Fotos Privat

Bildergalerie Samstag 22.03.2017

Bildergalerie Sonntag 23.04.2017 

es kann auch eine Bilder CD beider Tage abgegeben werden, gegen einen Spende für die Radsportjugend. 

Letzte Änderung am Donnerstag, 27 April 2017 19:28

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