Calvin Dik holt DM-Titel im Punktefahren

Calvon Dik Calvon Dik Berliner Morgenpost

- Bei den Männern dominiert Olympiastarter Roger Kluge –

Am dritten Tag der Deutschen Bahnmeisterschaften stand das Punktefahren im Mittelpunkt, das von der weiblichen und männlichen Jugend U 17 und den Männern zu absolvieren war. Hier schlug die große Stunde für den Berliner Radsport Verband e.V. (BRV), der durch seinen derzeit besten Jugendfahrer Calvin Dik vom RSV Werner Otto den Titel des Deutschen Meisters errang. Doch bevor es soweit war, mussten drei Vorläufe ausgetragen werden, die die 24 Endlaufteilnehmer ermittelten.

Der erste Vorlauf wurde bereits eine Beute von Calvin Dik, der im Feld von 21 Fahrern mit 12 Punkten vor Franz Werner vom Chemnitzer PSV mit 8 und Henri Uhlig vom RSC Kelheim mit 7 Punkten gewann. Hier schied der zweite Berliner Starter Justin Winzer vom RC Charlottenburg als 15. leider aus. Der starke Max Gehrmann vom RSC Turbine Erfurt dominierte den zweiten Vorlauf mit 10 Punkten vor Leslie Lührs vom RSV Irschenberg mit 8 und Nils Weispfennig vom RSV Edelweiß Oberhausen, der 7 Punkte errang, während Maurice Ballerstedt vom SC Berlin als Vierter ebenfalls das Finale erreichte. Nur auf Platz 19 und 20 kamen Tim Pröhl vom SC Berlin und Jakob Antkowiak vom BSV AdW Berlin, die damit ebenfalls ausschieden. Im dritten Vorlauf mit ebenfalls 21 Startern waren mit 8 Punkten drei Fahrer gleichauf, die in der Reihenfolge Marius Mayrhofer vom RV Radlerlust Gomaringen, Tom Lindner vom ESV Lok Zwickau und Tim Wollenberg von den E-Racers Top Level Augsburg das Finale ebenso erreichten wie die beiden Berliner Fabian Dreier vom SC Berlin auf Platz vier mit 7 Punkten und Elias Richter vom Marzahner RC 94 als 8. mit 2 Punkten.

Im Finale über 48 Runden schlug dann die große Stunde von Calvin Dik, der in den acht Wertungen immerhin fünfmal punktete und mit dem Gewinn der 6. Wertung den Grundstock für seinen Sieg mit 12 Punkten legte. Platz zwei mit acht Punkten belegte Mike Thiede vom Frankfurter RC 90, der punktgleich vor Franz Werner die Silbermedaille gewann, während der ebenfalls punktgleiche Fabian Dreier mit dem undankbaren vierten Platz vorliebnehmen musste, nachdem er mit dem Gewinn der 2. Wertung und dem zweiten Platz in der 5. Wertung in Führung gelegen hatte. Dennoch eine tolle Leistung des Berliners, der dem Rennen seinen Stempel aufgedrückt hatte und dann leider leer ausging. Für Elias Richter blieb am Ende Rang 16 mit nur einem Punkt übrig und ohne Punktgewinn landete Maurice Ballerstedt schließlich auf Rang 22.

Die weibliche Jugend ermittelte ihre Finalteilnehmer in zwei Vorläufen, die von Franziska Koch vom RSV Unna und Hannah Ludwig vom RSC Stahlroß Wittlich gewonnen wurden. Als einzige Berliner Starterin konnte sich Laura Lotter vom SC Berlin für das Finale qualifizieren, in dem sie aber als 12. ohne Punkte chancenlos blieb. Deutsche Meisterin wurde im Finale über 30 Runden Anne Sprigode vom SSV Gera, die drei der fünf Wertungen gewann und mit 15 Punkten vor Franziska Koch mit 11 und Ricarda Bauernfeind von der RSG Ansbach mit 10 Punkten die Oberhand behielt.

Die Männer absolvierten ebenfalls zwei Vorläufe über 60 Runden, die mit Marcel Kalz und Christian Grasmann zwei Fahrer des RSV Irschenberg gewannen. Aus Berlin erreichten der für das rad-net ROSE Team fahrende Maximilian Beyer, die KED-Stevens Rad Team Fahrer Moritz Malcharek vom RSV Werner Otto, Hannes Augustin und Sebastian Schmiedel vom Berliner TSC, Tino Thömel vom RTS-Santic Racing Team und Sebastian Wotschke vom LKT Team Brandenburg das Finale, das 25 Fahrer bestritten, die in 120 Runden mit insgesamt 20 Wertungen für abwechslungsreichen Sport sorgten.

Es gelang mit Favorit Roger Kluge von IAM Cycling, Marco Mathis vom rad-net ROSE Team und Christian Grasmann drei Fahrern einen Rundengewinn zu vollziehen, so dass unter ihnen das Podium ausgefahren wurde. Hut ab vor der Leistung des Roger Kluge, der aus Rio de Janeiro kommend die EuroEyes Cyclassics fuhr und nun auch noch den Titel im Punktefahren mit 50 Punkten überlegen vor Marco Mathis mit 37 Punkten und Christian Grasmann mit 30 Punkten gewann. Maximilian Beyer wurde schließlich Vierter, wobei er immerhin in vier Wertungen dominierte und auf 25 Punkte kam. Tino Thömel landete auf Platz 14 mit 5 Punkten vor Sebastian Schmiedel, der mit 3 Punkten 18. wurde. Für Hannes Augustin und Moritz Malcharek reichte es nur zu den Plätzen 21 und 22, während der für den RSV Irschenberg fahrende Berliner Marcel Kalz als Vorlaufsieger im Finale ohne Punkte im geschlagenen Feld verblieb und Sebastian Wotschke das Rennen nicht zu Ende fuhr.

Bernd Mülle

Letzte Änderung am Montag, 29 August 2016 18:18
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