Der Nachwuchs nimmt auch beim 107. Six Day Berlin einen großen Platz ein

- Six Day Chef Valts Miltovics unterstreicht Wichtigkeit des Zukunftsrennens –

Was den Nachwuchs anbetrifft ist das Berliner Sechstagerennen das wohl bedeutendste Rennen auf dem Kontinent. Das unterstrichen die Verantwortlichen, der Geschäftsführer Valts Miltovics und der Sportliche Leiter Dieter Stein, unisono bei der Pressekonferenz im Haus der GASAG in Berlin-Mitte, zu der deren Vertriebsvorstand Matthias Trunk und Bereichsleiter Martin Ridder geladen hatten. Von der Klasse U 13 bis zur U 23 werden wieder ca. 180 Fahrer-/innen am Start sein, was für den bewährten Michael Drabinski als Gesamtleiter des Nachwuchsprogramms eine echte Herausforderung, vor allem in logistischer Hinsicht, darstellt. Er konnte tolle Starterfelder in allen Klassen präsentieren und bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei den langjährigen Sponsoren und Freunden, die ein solches Event erst ermöglichen. Der Nachwuchs ist kein Vorprogramm mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil des Sechstagerennens!

Der Dank gilt auch der GASAG, die ihr Engagement erhöht hat und mit einem ersten Community-Produkt für Radsportfans aufwartet. Das neue Strom-Angebot GASAG/Velostrom, das den Kunden Strom aus 100% erneuerbaren Energien mit einer Preissicherheit von bis zu 24 Monaten anbietet, bringt nicht nur Ersparnisse für die Kunden, sondern hat dabei noch einen nachhaltigen Effekt für die Nachwuchsarbeit im Radsport. So werden 25 Euro pro Kunde und pro Kalenderjahr für Radsport-Nachwuchsprojekte sowie für Aktionen für die Fahrrad-Community investiert. Dabei ist die große Fahrradmesse der Hauptstadt, die VELOBerlin, ein Partner der ersten Stunde.

Zurück zum Fahrerfeld, das nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ sich hinter seinen Vorgängern wahrlich nicht zu verstecken braucht. An der Spitze beim Madisonwettbewerb der U 23 steht der aktuelle, polnische Europameister im Punktefahren Alan Banaszek, der an der Seite seines Landsmannes Szymon Krawczyk, der im letzten Jahr in seiner Altersklasse Dritter der Europameisterschaft in der Mannschaftsverfolgung wurde, das Trikot mit der Rückennummer 1 tragen wird. Ernstzunehmende Konkurrenz werden sie in erster Linie von den deutschen Paarungen Moritz Malcharek/Christian Maximilian Koch und Konrad Geßner/Moritz Augenstein bekommen, aber auch die Tschechen Daniel Babor/Ludek Lichnovsky und Matyas Strupek/Nicolas Pietrula dürften zu beachten sein. Ob sich noch ein sogenanntes Überraschungs-team in diese Phalanx einmischen kann, wird der Rennverlauf zeigen, der an den vier Tagen Donnerstag bis Sonntag spannende Kämpfe erwarten lässt.

An den ersten drei Tagen ist noch die Jugend am Start, während die Junioren ihre Rennen von Samstag bis Dienstag bestreiten und mit einem Aufgebot von 18 Teams aus Tschechien, Österreich und Deutschland, darunter die Berliner Toptalente Calvin Dik/Elias Richter sowie ihre  Landsleute Maurice Ballerstedt/Fabian Dreier, Pepe Voß/Justin Winzer und Albert Gathemann/Patrick Dietze, ebenfalls für spannenden Sport sorgen werden. Nicht fehlen dürfen auch die Schüler U 15, die von Sonntag bis Dienstag im Einsatz sind und die ganz Kleinen der Altersklasse U 13, die am Sonntag in einem 30 Runden Punktefahren ihren Sieger ermitteln.

Der Nachwuchs ist einmal mehr in Berlin gefordert und so können wir uns auf interessante Wettkämpfe freuen, die hoffentlich sturzfrei über die Bühne gehen. Da in diesem Jahr die Rennen ab 17.00 Uhr gestartet werden und auch die Zuschauer erstmals zu diesem Zeitpunkt schon ins Velodrom Einlaß finden, dürfte die Motivation der jungen Nachwuchsfahrer einen zusätzlichen Schub bekommen, zumal sie in den Jahren zuvor meistens vor noch leeren Rängen fuhren.

In diesem Jahr wird auch das Sechstagerennen bei Eurosport 1 übertragen, wo täglich zwei bis drei Stunden gesendet werden sollen und auch Wiederholungen eingeplant sind. Davon werden die Nachwuchsfahrer aber kaum profitieren können, da das umfangreiche Programm der Profis mit Rennen für Sprinter, Steher und Frauen abendfüllend ist. Für die Zukunft wäre es dennoch zu wünschen, dass gerade der Nachwuchs einmal ins Rampenlicht gerät, denn hier gibt es immer wieder heiß umkämpfte Rennen, was in der Vergangenheit Fahrer wie der Belgier Iljo Keisse, die Dänen Marc Hester, Michael Mörköv und Jesper Mörköv oder ein Leif Lampater bewiesen haben, die im Rennen der U 23 siegten und danach den Weg in die Weltklasse angetreten haben.

Bernd Mülle               

 

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 12 Januar 2018 20:26
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