Erster Bahnpokal nach dem Sechstagerennen

- Spannende Kämpfe mit etlichen Mehrfachsiegern –

Am 08.02.2017 fanden Berlins Radsportler erstmals wieder nach dem Sechstagerennen den Weg ins Velodrom, wo von den Schülern U 13 bis zu den Elitefahrern, die gemeinsam mit den Junioren an den Start gingen, wieder insgesamt drei Disziplinen pro Altersklasse ausgetragen wurden. Bei den Schülern U 13 bot Benjamin Dörnbrack vom SC Berlin eine starke Leistung, als er das Ausscheidungsfahren gewann, die 10 Temporunden dominierte und auch im 15 Runden Punktefahren nicht zu schlagen war. Mit zwei zweiten Plätzen bot auch sein Vereinskamerad Hugo Rockstroh eine gute Leistung, der im Punktefahren noch Sechster wurde. Hier erreichte Louis Adem Mohrin vom RSV Blankenfelde den zweiten Platz, nachdem er schon Dritter im Ausscheidungsfahren geworden war. Die Temporunden und das Punktefahren beendete Philipp Selbmann vom Marzahner RC 94 jeweils auf dem dritten Platz und konnte sich gut gegen die zahlenmäßige Übermacht der Fahrer des SC Berlin behaupten. 

Bei den Schülern U 15 mit weiblicher Beteiligung gab es im Ausscheidungsfahren für den SC Berlin einen Doppelerfolg durch Bruno Essinger vor Laura Lotter, die Robin Ruhe vom Marzahner RC 94 auf den dritten Platz verwiesen. In dieser Altersklasse sind der SC Berlin und der Marzahner RC 94, beide für ihre hervorragende Jugendarbeit bekannt, die dominierenden Vereine, die allein 13 der 15 Starter stellten. Da hatten Sean Mating von der NRVg. Luisenstadt und Hans Walter von der RSG Sprinter Fredersdorf wenige Chancen in diese Phalanx einzubrechen. Den Sieg bei den 15 Temporunden errang mit Tim Schulz ein weiterer Fahrer des SC Berlin, der Robin Ruhe und Bruno Essinger auf die Plätze verwies. Im Punktefahren über 30 Runden ließ Tim Schulz dann der Konkurrenz mit 42 Punkten nicht die Spur einer Chance und unterstrich sein großes Talent für den Radsport, den er erst seit dem letzten Jahr betreibt. Seine Vereinskameraden Bruno Essinger auf Platz 2 mit 18 Punkten und Laura Lotter als Dritte mit 14 Punkten hatten in diesem Rennen deutlich das Nachsehen.

Die Jugend fuhr nur mit einem 12-köpfigen Fahrerfeld und hatte mit Eleonora Schütz von der NRVg. Luisenstadt auch nur eine weibliche Teilnehmerin dabei, die sich aber achtbar aus der Affäre zog. Ein fünfter Platz im Ausscheidungsfahren und Platz 6 bei den 20 Temporunden standen für sie zu Buche, die dann aber das abschließende Punktefahren über 50 Runden ausließ. Einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellend, siegte Maurice Ballerstedt vom SC Berlin in allen drei Rennen, wobei im Ausscheidungsfahren Albert Gathemann vom Berliner TSC und Patrick Dietze vom Radteam Cöpenick auf den Plätzen zwei und drei landeten. Durch Tim Pröhl gab es bei den Temporunden einen Doppelerfolg für den SC Berlin, der Albert Gathemann auf Platz drei verwies. Seine Überlegenheit bewies Maurice Ballerstedt dann noch einmal im abschließenden Punktefahren, das er mit 49 Punkten souverän vor Tim Pröhl mit 19 Punkten und Patrick Dietze mit 16 Punkten gewann.

Durch die Zusammenlegung der Elitefahrer mit den Junioren waren 19 Rennfahrer am Start, darunter mit Maximilian Beyer und Sebastian Schmiedel auch zwei, die zuletzt beim Berliner Sechstagerennen im Profifeld dabei waren. Natürlich waren sie hier die Favoriten, wobei Maximilian Beyer, jetzt für den RSV Irschenberg startend, das Ausscheidungsfahren vor Sebastian Schmiedel vom Berliner TSC/KED-Stevens Rad Team Berlin und dem starken Junior Maciej-Marek Litkowski von den Zehlendorfer Eichhörnchen gewann. Bei den 30 Temporunden drehte dann Sebastian Schmiedel den Spieß um und siegte mit 10 Punkten knapp vor Maximilian Beyer, der 9 Punkte erspurtet hatte. Mit Nicolas Brandt von den Zehlendorfer Eichhörnchen landete ein Fahrer auf Platz drei, der zuletzt enorme Fortschritte gemacht hat und in 2017 mit großen Hoffnungen sein erstes Jahr in der Klasse U 23 bestreiten wird. Er war es allerdings auch, der durch eine Unaufmerksamkeit einen spektakulären Sturz des Syrers Tarek Al Moakee von der NRVg. Luisenstadt verursachte, der aber für keine größeren Verletzungen sorgte, so dass im abschließenden Punktefahren beide wieder starten konnten. Die Bahn musste nach dem Sturz zwar repariert werden, aber der Fortsetzung des Renntages stand nichts im Wege.

Das Punktefahren über 70 Runden verlief äußerst spannend mit vielen Rundengewinnen und auch mit bis zu sechs (!) Rundenverlusten. Am Ende war es erneut Maximilian Beyer, der mit 59 Punkten siegte, aber dahinter gelang es Nicolas Brandt mit 54 Punkten knapp Sebastian Schmiedel, der 53 Punkte auf seinem Konto hatte, auf Platz drei zu distanzieren. Alle drei hatten immerhin zwei Rundengewinne erzielt, während die sich erstaunlich gut schlagenden Junioren Elias Richter vom Marzahner RC 94 und Calvin Dik vom RSV Werner Otto auf den Plätzen vier und fünf noch einen Rundengewinn herausfuhren. Stark war auch die Leistung des Syrers Nazir Jaser von der NRVg. Luisenstadt, der ohne Rundengewinn 17 Punkte erspurtete und damit den 6. Platz belegte.

 

Bernd Mülle

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

Über den Verband

Kontakt

Folge uns