Abschied von „Ete“ Zawadski

Ete Zawadski Ete Zawadski Volker Brix

Eine großes Radsportherz schlägt nicht mehr. Erich Zawadski, den die Radlerwelt nur „Ete“ nannte, ist im Alter von 94 Jahren ruhig eingeschlafen. Zawadski, eigentlich ein Ur-Berliner, verbrachte seine zweite Lebenshälfte in Erfurt.

Bereits 1938 war er Deutscher Jugendmeister mit dem Straßenvierer von Iduna Berlin. Nach dem Kriege fuhr er als Profi die Deutschland-Rundfahrt und viele Sechstagerennen. Im Jahr 1953 reamateurisiert, fuhr Zawadski mit den damaligen Assen wie Täve Schur oder dem Weimarer Bernhard Trefflich die heute legendäre Friedensfahrt mit der DDR-Nationalmannschaft. Im gleichen Jahr bewies er seine Vielseitigkeit als DDR-Stehermeister und wurde nochmals Zweiter.

Einige Jahre später wechselte der Allrounder in das Lager der Schrittmacher und führte mit seinem 2400ccm-Profimotor den Leipziger Siegfried Wustrow in Zürich vor dem Erfurter Ex-Weltmeister Georg Stoltze, der Bronze gewann, zur Vize-Weltmeisterschaft. Danach hatte Zawadski bis zum Ende seiner Laufbahn eine „feste Verbindung“ mit Stoltze und führte den damaligen Lokalmatadoren auf seiner Heimatbahn im Andreasried zum Gewinn der DDR-Stehermeistershaft und in den Folgejahren zu einigen Medaillen. Noch bis ins hohe Alter, er bekam zum 80. Geburtstag noch eine neue Rennmaschine, hielt er sich mit Trainingstouren bis zu 50 km um die Landeshauptstadt Erfurt fit.

Volker Brix

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