Auch bei der U 19 dominieren die Briten

 

Auch bei der U 19 dominieren die Briten

- Paul Wirbeleit wird sich den Sieg bei den Schülern kaum noch nehmen lassen –

 

Es ist schon toll, was der Nachwuchs beim Six Day Berlin zu bieten hat! Das gilt für alle Klassen, die hier mit großem Engagement und hervorragender Fahrweise bei der Sache waren bzw. sind. Am vorletzten Tag des Berliner Sechstagerennens hatten die Schüler U 15 und die Junioren mit ihrem jeweiligen Omniumwettbewerb die Bühne zum zweiten Mal für sich und zeigten dabei ihre bereits vorhandene Klasse. In den zwei Vorläufen im 30 Runden Punktefahren der Schüler siegte zunächst Paul Wirbeleit von der RSG Sprinter Fredersdorf vor Ole Geisbrecht vom RC Blau-Gelb Langenhagen und den beiden Berlinern vom SC Tim Schulz und Laura Lotter, während danach im zweiten Lauf der Erfurter Oliver Schneider triumphierte, als er Finn-Marvin Nixdorf vom SSV Gera sowie mit Bruno Essinger und Josephine Körnig zwei weitere Mitglieder des SC Berlin auf die Plätze verwies.

Im Finale, das als Dänisches Punktefahren mit steigender Punktzahl über 40 Runden ausgetragen wurde, dominierten dann erneut Paul Wirbeleit und Ole Geisbrecht, denen es gelang, in beeindruckender Weise einen Rundengewinn zu erzielen. In den Wertungsspurts erwies sich dann aber Ole Geisbrecht mit 25 Punkten als der Stärkere, der Paul Wirbeleit mit 17 Punkten auf Platz zwei distanzierte. Mit Tim Schulz, Henning Sage vom BRC Semper und Laura Lotter auf den Plätzen 3-5 konnten die Berliner Schüler ein durchaus beachtenswertes Ergebnis erzielen.  In der Gesamtwertung liegt vor dem heutigen Finale Paul Wirbeleit relativ unangefochten mit 84 Punkten vor Ole Geisbrecht mit 64 Punkten und Tim Schulz mit 59 Punkten in Führung. Der SC Berlin mit Tim Schulz, aber auch mit Laura Lotter, Josephine Körnig und Bruno Essinger auf den Plätzen 4-6 unterstreicht dabei einmal mehr seine hervorragende Jugendarbeit.

Die Junioren fuhren am Montag zunächst ein Punktefahren über 80 Runden mit Fahrerwechsel nach der Hälfte der Distanz, das von den überlegen fahrenden Briten Jake Stewart/Fred Wright eindeutig beherrscht wurde, die nicht weniger als drei Rundengewinne (!) herausfuhren und der gewiss nicht schlechten Konkurrenz keine Chance ließen. Mit sagenhaften 109 Punkten siegten sie vor Rico Brückner/Per Christian Münstermann (Grimma/Düsseldorf) mit 71 Punkten und den Berlinern Calvin Dik/Elias Richter mit 42 Punkten, wobei auch Fabian Dreier vom SC Berlin an der Seite von Tom Kamlot von der DHfK Leipzig als Viertplatzierter eine ansprechende Leistung bot.

Im anschließenden Madison über 20 Minuten unterstrichen Jake Stewart/Fred Wright noch ein weiteres Mal ihre große Klasse, indem sie auch dieses Rennen souverän beherrschten. Gemeinsam mit Rico Brückner/Per Christian Münstermann hatten sie acht Minuten vor Schluss einen Rundengewinn vollzogen und waren mit 48 Punkten von den beiden starken deutschen Fahrern, die 37 Punkte erspurteten, nicht zu schlagen. Für die Berliner Calvin Dik/Elias Richter blieb mit drei Punkten nur der vierte Platz hinter Max Gehrmann/Jakob Geßner vom RSC Turbine Erfurt übrig, die immerhin 12 Punkte auf ihrem Konto hatten.

Die Gesamtwertung führen vor dem Finale unangefochten die beiden Briten mit 60 Punkten an und auch Rico Brückner/Per Christian Münstermann auf Platz zwei mit 49 Punkten haben gute Aussichten, diesen Platz gegen die Berliner Calvin Dik/Elias Richter mit 40 Punkten verteidigen zu können. Während Fabian Dreier mit seinem Partner Tom Kamlot auf Platz 10 rangiert, liegen die beiden Berliner Paare Maciej-Marek Litkowski/Max Benz-Kuch (Zehlendorfer Eichhörnchen/Berliner TSC) und Joe Grabowsky/Pepe Voß (SC Berlin/Spandauer RV 1891) auf den beiden letzten Plätzen des 14 Mannschaften starken Feldes.

Apropos Nachwuchs: der leider mit starken Sitzbeschwerden bei den Profis ausgeschiedene  Berliner Marcel Kalz ist ja seit Jahren Mitglied der NRVg. Luisenstadt und hat sich in diesem Zusammenhang im Rahmen der Six Day Berlin eine nette Geste vorbehalten. Er möchte am Schlussabend zwei Bahnradrahmen seinem Verein für die Nachwuchsarbeit spenden und damit etwas für die ihm jahrelang zu Gute gekommene Unterstützung zurückgeben. Ein sehr gutes Zeichen, das Marcel Kalz mit dieser Aktion setzt!

 

Bernd Mülle     

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