Ehrung der besten Berliner Radsportler

Meisterehrung für Berlins Radsportler

- Auch 2015 war vor allem der Nachwuchs im Focus -

Berlins Radsportpräsident Günter Polauke hatte wie im letzten Jahr zwei Tage nach Beendigung des Berliner Sechstagerennens zur Ehrung der Berliner Meister des Jahres 2015 in die Presseräume des Velodroms geladen. Dabei wurden auch die Leistungen der Sportler auf nationaler bzw. internationaler Bühne geehrt, doch leider konnten einige Sportler urlaubs-, trainings- oder auch wettkampfbedingt nicht teilnehmen.

Der Ehrenpräsident des Berliner Radsport Verband e.V. (BRV), Wolfgang Scheibner, war ebenso anwesend wie der Vizepräsident des BRV, Ralf Zehr, der Landestrainer Dieter Stein, Bahnfachwart Werner Otto sowie einige Vereinsvorsitzende oder Trainer, die ihre Sportler begleiteten.

Zu den geladenen Gästen zählten neben dem immer gern gesehenen Staatssekretär Andreas Statzkowski, der nach den Einführungsworten von Günter Polauke zu Worte kam, auch die Schulleiterin der sportbetonten Flatow-Oberschule, Kerstin Gießler. Der Staatssekretär verwies darauf, dass der BRV auch weiterhin mit der Unterstützung des Senats rechnen kann, zumal auch im letzten Jahr wieder hervorragende Leistungen der Sportler zu verzeichnen waren.

Im Sporthaushalt des Senats stehen nunmehr zusätzlich 19 Mio. Euro zur Verfügung, so dass auch der BRV den Bahn-Europameisterschaften 2017 im Velodrom mit Zuversicht entgegensehen kann. Darüber hinaus ist für 2019 ein Weltcup geplant, der durch die Bewerbung für eine Weltmeisterschaft im darauffolgenden Jahr noch getoppt werden könnte. Diese Äußerungen des Staatssekretärs, der dem BRV abschließend für das laufende Jahr wieder viele Erfolge wünschte, wurden noch dadurch ergänzt indem er bestätigte, dass das Velodrom definitiv künftig nicht als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird.

Nach der Ehrung der Radsportler, die alle Facetten des Radsports in Berlin umfasste und somit auch den weniger im Rampenlicht stehenden Kunstradfahrern, Crossfahrern sowie auch den Fahrern der RTF-Szene zugute kam, gab es noch zwei Programmpunkte, die für besondere Aufmerksamkeit sorgten. Das Ehepaar Antje und Torsten Schubert, Eltern der im Jahre 2014 bei einem tragischen Trainingsunfall tödlich verunglückten Alissa Schubert, haben den Berliner Verein zur Unterstützung des Radsportnachwuchses BURN e.V. gegründet und in diesem Zusammenhang einen Wanderpokal gestiftet, der der besten Berliner Sportlerin der Klasse U 17 in der ROSE-Rangliste 2015 übergeben wurde. Dieser Alissa Schubert-Preis ging erstmals an die gerade beim Berliner Sechstagerennen so schwer gestürzte Luise Ollick vom SC Berlin, die nach ihrem Schlüsselbeinbruch mit mehrtägigen Krankenhausaufenthalt schon wieder lächelnd diesen Preis entgegennehmen konnte. Die Berliner Omniummeisterin lag am Ende des letzten Jahres in der ROSE-Rangliste auf dem 10. Platz mit 193 Punkten und damit relativ deutlich vor ihrer Dauerrivalin Eleonora Schütz von der NRVg. Luisenstadt, die als Berliner Meisterin im Straßenrennen und Einzelzeitfahren den 27. Platz in dieser Rangliste belegte.

Der von den Eheleuten Schubert, die seit kurzem für den BRV als Kinderschutzbeauftragte tätig sind, gestiftete Preis beinhaltet außerdem noch eine Geldprämie von 500,-- Euro, die ebenfalls überreicht wurde. Ferner gab es über die Familie Schubert einen Kontakt zum Berlin International Sports Society e.V., dessen Schatzmeister Marco Bialas einen Scheck in gleicher Höhe dem verdienstvollen Trainer des SC Berlin, Klaus Wagner, übergab. Dieser Betrag ist für die Trainingsgruppe U 17 des SC Berlin bestimmt, an dessen Nachwuchsarbeit sich dieser Verein finanziell beteiligt.

Mit einem leckeren Büfett klang der nun schon traditionelle Abend in lockerer Atmosphäre aus in der Hoffnung, dass der BRV auch künftig mit seinen vorhandenen Talenten im Nachwuchsbereich für Furore sorgen kann. Fahrer wie die aus obengenannten Gründen leider fehlenden Moritz Malcharek vom RSV Werner Otto oder sein jüngerer Teamgefährte Calvin Dik sowie die anwesenden Elias Richter vom Marzahner RC 94, Fabian Dreier vom SC Berlin, Jakob Antkowiak vom BSV AdW und Tarik Haupt von den Zehlendorfer Eichhörnchen – diese Liste ließe sich noch vervollständigen - haben durchaus das Zeug, um zumindest auf nationaler Ebene Akzente setzen zu können.

Letzte Änderung am Mittwoch, 06 April 2016 16:25
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