Jake Stewart/Fred Wright souveräne Sieger bei der U 19

Jake Stewart/Fred Wright souveräne Sieger bei der U 19

- Paul Wirbeleit bei den Schülern U 15 auf dem obersten Podium –

 

Der Schlussabend beim 106. Berliner Sechstagerennen sah die Nachwuchsfahrer nur noch in drei Wettbewerben in Aktion. Zunächst stand das 50 Runden Punktefahren mit Fahrerwechsel auf dem Programm und hier zeigten erneut die brutal starken Briten Jake Stewart/Fred Wright ihre Überlegenheit, ohne offensichtlich mit letzter Konsequenz zu fahren. So konnten bei ihrem Rundengewinn noch drei weitere Teams mitfahren, aber gegen die Spurtstärke der Briten hatten sie alle am Ende keine Chance. Mit 56 Punkten gewannen sie dieses Mal vor den Erfurtern Max Gehrmann/Jakob Geßner, die mit 44 Punkten Rico Brückner/Per Christian Münstermann (Grimma/Düsseldorf) mit 37 Punkten und Giem Weston/Peter Busk (USA/Dänemark) mit 27 Punkten hinter sich ließen. Die Berliner Calvin Dik/Elias Richter lagen beim entscheidenden Vorstoß der vier Teams zu weit hinten im Feld und verpassten den Anschluss, so dass sie am Ende nur Siebte wurden. Sie konnten aber dennoch ihren dritten Platz im Gesamtstand verteidigen, wenngleich die beiden Erfurter bedrohlich näher rückten.

Bevor das finale 30 Minuten Madison für die U 19 auf dem Programm stand, waren die Schüler U 15 in einem 40 Runden Punktefahren gefordert. Die in der Gesamtwertung  von Platz 1-24 platzierten Teilnehmer lieferten sich ein spannendes Rennen, in dem der mit 20 Punkten Vorsprung vor Ole Geisbrecht aus Langenhagen klar führende Fredersdorfer Paul Wirbeleit fast noch in Bedrängnis geriet. Denn Ole Geisbrecht war es, der mit 15 Punkten den Sieg vor Tim Schulz vom SC Berlin mit 12 Punkten und Henning Sage vom BRC Semper mit 11 Punkten davontrug, während Paul Wirbeleit mit lediglich 9 Punkten nur Platz 6 belegte. Für die Gesamtwertung waren das 14 Punkte für den Fredersdorfer und 30 Punkte für Ole Geisbrecht, der damit noch bis auf 4 Punkte an Paul Wirbeleit herankam, der die Gesamtwertung schließlich mit 98 Punkten vor Ole Geisbrecht mit 94 Punkten gewann.

Einen tollen dritten Platz erreichte Tim Schulz mit 83 Punkten, der erst seit kurzem im Rennsattel sitzt und wie Phönix aus der Asche aufgestiegen ist. Hier wächst offenbar ein riesiges Talent heran, das beim SC Berlin, der seit Jahren hervorragende Nachwuchsarbeit leistet, ebenso gut aufgehoben ist wie der in der Gesamtwertung Viertplatzierte Bruno Essinger und die auf Platz 6 als beste weibliche Teilnehmerin ausgezeichnete Josephine Körnig.

Das 30 Minuten Madison der Junioren bildete dann den Abschluss der insgesamt ganz hervorragenden Nachwuchswettkämpfe des Berliner Radsport Verbandes (BRV). Nahezu  unglaublich war einmal mehr die Leistung des britischen Paares Jake Stewart/Fred Wright, die zunächst mit der Mannschaft Rico Brückner/Per Christian Münstermann einen Rundengewinn erzielten, um dann später ein zweites Mal zuzuschlagen. Diesem Angriff konnten sich die Berliner Calvin Dik/Elias Richter anschließen, die mit dieser gewonnenen Runde ihren dritten Platz in der Gesamtwertung sichern konnten. Sensationell aber die Ausbeute der Briten in den sechs Wertungsspurts, wo sie allein fünfmal siegten und einmal den zweiten Platz belegten. Am Ende standen 73 Punkte zu Buche, während Rico Brückner/Per Christian Münstermann 36 Punkte und Calvin Dik/Elias Richter 25 Punkte auf ihrem Konto hatten.

In der Gesamtwertung erreichten die Briten Jake Stewart/Fred Wright mit 105 Punkten die Höchstpunktzahl und trugen damit einen mehr als deutlichen Sieg nach Hause. Für die ebenfalls überzeugenden Rico Brückner/Per Christian Münstermann sprang mit 84 Punkten der zweite Platz heraus und auch die Berliner Calvin Dik/Elias Richter konnten mit 64 Punkten auf dem dritten Platz mehr als zufrieden sein. In dem international recht stark besetzten Rennen hatten es die übrigen Berliner Teilnehmer sehr schwer. So kam Fabian Dreier mit seinem Partner Tom Kamlot mit 20 Punkten auf Rang 10 und das Schlusslicht unter 14 Teams bildeten die Berliner Paarungen Maciej-Marek Litkowski/Max Benz-Kuch mit 14 Punkten und Joe Grabowsky/Pepe Voß mit 11 Punkten.

Man kann nur hoffen, dass die in Berlin in einmaliger Vielfalt ausgetragenen Wettbewerbe des Nachwuchses in unveränderter Form auch in Zukunft bestehen bleiben. Wie wichtig der Nachwuchs für das Fortbestehen der Sechstagerennen ist, untermauerte der Geschäftsführer der Six Day Berlin Valts Miltovics nicht nur einmal.

 

Bernd Mülle             

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