Velothon Berlin 2016 mit Deutscher Straßenmeisterschaft der U 23

Velothon Berlin 2016 mit Deutscher Straßenmeisterschaft der U 23
- Illustre Gäste bei der Pressekonferenz bei Stadler –

Am 17. Juni fand in den Räumen des Zweirad-Center Stadler in Berlin-Charlottenburg die von RBB-Moderator Ralf Zehr humorvoll geleitete Pressekonferenz statt, durchaus originell, weil Start und Ziel des zweitägigen Radsportevents auf der Straße des 17. Juni liegen. Im Gespräch mit dem für diese Veranstaltung Verantwortlichen Hendrik Heinz bestätigte dieser, dass erneut ca. 12.000 Anmeldungen für die beiden Jedermannrennen über 60 bzw. 120 km vorliegen und darüber hinaus mit dem Direct Line Kids Velothon am Samstag den zwischen sechs und zwölf Jahren alten Kindern vor allem der Spaß am Radfahren und die Sicherheit im Umgang mit dem Rad vermittelt werden soll.

Abgerundet wird die Veranstaltung am Samstag mit der Rennpremiere der Brompton World Championship, der Weltmeisterschaft der Falträder, und am Sonntag mit dem Rad Race, das die zweite Auflage seiner Weltmeisterschaft erfährt. Hier müssen 42 Kilometer auf Bahnrädern ohne Freilauf absolviert werden, was bereits im Vorjahr eine Attraktion darstellte. Des weiteren gibt es wieder ein umfangreiches Messe- und Rahmenprogramm, wo sich mehr als 70 Aussteller präsentieren werden.

Höhepunkt am Sonntag wird das Rennen um die Deutsche Straßenmeisterschaft der Altersklasse
U 23 sein, die in diesem Jahr das Profirennen ersetzt, das terminlich nicht in den Rennkalender passte. Rund 150 Fahrer werden am Start stehen und eine Distanz von ca. 170 km zu bewältigen haben, wobei der Kurs mit der 120 km Jedermann-Strecke identisch ist und die Fahrer zusätzlich noch sieben Zielrunden zu je 8,1 km absolvieren. Vom Berliner KED-Stevens Rad Team, das mit 11 Fahrern an den Start gehen wird, nahmen der Sportliche Leiter Dieter Stein und der sympathische Sebastian Schmiedel an der Pressekonferenz teil. Der junge Mann, die letzten zwei Jahre als Junior beim SSV Gera aktiv, kam erst Anfang der Saison nach Berlin und hat hier als Berliner Straßenmeister prächtig eingeschlagen. Der letztjährige Deutsche Omniummeister der Junioren will sich nicht verstecken auf jetzt heimischen Pflaster, aber gute Chancen rechnet er sich nur aus, wenn er in einer kleinen Spitzengruppe ins Ziel kommt und kein Massenspurt angesagt ist.

Für einen Massenspurt, den es in dem Profirennen in den letzten Jahren immer wieder gegeben hat, sind andere prädestiniert, wie z.B. Pascal Ackermann vom rad-net ROSE Team, der in diesem Jahr bei zwei Etappen der Tour de Berlin triumphierte, oder aus dem Berliner Team eher die schnellen Lucas Carstensen bzw. Moritz Malcharek, wobei Letzterer erst einmal eine so lange Renndistanz stemmen muss. Aber auch Fahrer wie Leon Rohde, Willi Willwohl und Max Kanter vom LKT Team Brandenburg, Jonas Bokeloh und Maximilian Schachmann vom Team Klein Constantia, Konrad Geßner vom P&S Team Thüringen oder Lennard Kämna von der Stölting Service Group sind nicht zu unterschätzen. Vielleicht kann auch der Berliner Tim Reske, für das Team Ur-Krostitzer Giant startend, bei einem eventuellen Massenspurt ein Wörtchen mitreden, aber mit nur vier Fahrern lässt sich gegen quantitativ besser ausgerüstete Teams nicht wirklich ein Sprinterzug aufbauen. Auf der Pressekonferenz zeigten sich Tim Reske und Sebastian Schmiedel nicht nur redegewandt, sondern auch durchaus zuversichtlich für den kommenden Sonntag.

Gäste der Pressekonferenz neben Moderator Robert Bengsch und Ex-Profi Guido Fulst waren zwei junge Rennfahrer aus dem Libanon, die mit dem Präsidenten des Libanesischen Radsportverbandes Abdo Nader derzeit im Rahmen eines Projektes für zwei Wochen in Berlin weilen. Geleitet wird dieses Projekt des Berliner Radsport Verband e.V. mit dem Auswärtigen Amt und dem Deutschen Olympischen Sportbund im Rahmen internationaler Sportbeziehungen von Frau Dr. Janine Strunz. Die drei Libanesen zeigten sich von den ersten Tagen in Berlin beeindruckt und werden auch am Sonntag dem Velothon beiwohnen. Dabei werden die jungen Radsportler Youssof Mrad und Garen Arabkirlian auch in die Pedalen treten und hoffentlich in den großen Feldern der Jedermänner von den Safer Cycling Guides, die wieder auf die Sicherheit im Feld achten, entsprechend unterstützt.

Bernd Mülle

 

 

 

 

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