Berlins Jugendfahrer dominieren bei Bundessichtung

Berlins erfolgreiches Jugendteam Berlins erfolgreiches Jugendteam Bernd Mülle

- Elias Richter und Calvin Dik gewinnen Einzelzeitfahren und Straßenrennen –

Für Berlins Nachwuchs im Jugendbereich kann es zur Zeit nicht besser laufen: nach den hervorragenden Leistungen bei den Deutschen Bahnmeisterschaften in Cottbus und den Deutschen Meisterschaften im Mannschaftszeitfahren in Genthin haben die siegeshungrigen Berliner erneut zugeschlagen.

Bei den letzten beiden Sichtungsrennen am vergangenen Samstag auf der Straße in Langenhagen, wo ein Einzelzeitfahren über 10 km auf dem Programm stand, und in einen Tag später in Holtensen beim Straßenrennen über 77,4 km feierten die Berliner zwei spektakuläre Siege und unterstrichen damit ihre derzeit ganz hervorragende Form. Der Landesverband Berlin war mit den zehn Fahrern Jakob Antkowiak vom BSV AdW, Max Benz-Kuch vom Berliner TSC, Patrick Dietze vom Radteam Cöpenick, Calvin Dik vom RSV Werner Otto, Fabian Dreier und Tim Pröhl vom SC Berlin, Maximilian Meyer vom BRC Zugvogel, Elias Richter vom Marzahner RC 94, Pepe Voß vom Spandauer RV und Justin Winzer vom RC Charlottenburg vertreten, wobei Pepe Voß nur im Straßenrennen eingesetzt wurde.

Das Wetter am Samstag präsentierte sich leicht bewölkt, aber trocken und in einem äußerst spannenden Zeitfahren war Elias Richter mit einer Fahrzeit von 13:58,92 Minuten der einzige, der unter der 14-Minuten-Marke blieb. Dennoch war der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Tobias Buck-Gramcko von Tuspo Weende, der 14:00,45 Minuten benötigte und dem Dritten Michel Heßmann vom RSV Unna, der 14:01,86 Minuten fuhr, nur äußerst knapp. Für Calvin Dik, der 14:28,45 Minuten fuhr und damit Platz 10 belegte und Jakob Antkowiak, der mit 14:55,14 Minuten auf Platz 28 einkam, lagen die Platzierungen unter ca. 100 Startern durchaus im Rahmen ihrer Möglichkeiten, obwohl Calvin Dik für sich persönlich bestimmt ein Top 5-Ergebnis erwartet hatte.

Durch den Sieg im Zeitfahren übernahm Elias Richter das gelbe Führungstrikot in der Gesamtwertung der Bundessichtung mit 234 Punkten, das es für den Landesverband Berlin am folgenden Tag im Straßenrennen zu verteidigen galt. Mit etwas Verspätung begann das Straßenrennen am Sonntag bei wolkigem Himmel, der aber auch immer wieder kurz die Sonne hervorzauberte. Von Beginn an war es ein sehr bewegtes Rennen mit etlichen Ausreißversuchen, die aber allesamt im Sande verliefen. Erst zwei Runden vor Schluss der insgesamt neun Runden über je 8,6 km konnte sich Calvin Dik mit einem Weggefährten leicht absetzen und wenig später schlossen weitere vier Fahrer zu ihnen auf. Diese 6-köpfige Spitzengruppe fuhr einen Vorsprung von 50 Sekunden heraus und machte am Ende den Sieg unter sich aus.

Der Schnellste auf der Zielgeraden war der Berliner Calvin Dik, der David Westhoff-Wittwer vom RSV Gütersloh und Felix Engelhardt vom SSV Ulm auf die Plätze verwies. Durch diesen Erfolg landete Calvin Dik mit insgesamt 243 Punkten noch auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung, während mit Elias Richter ein weiterer Berliner auf dem obersten Siegertreppchen stand und die Bundessichtung mit 252 Punkten gewann. Mit Platz 13 im Straßenrennen hatte er sich die noch notwendigen Punkte zum Sieg geholt und konnte dabei auf die volle Unterstützung der anderen Fahrer des Landesverbandes Berlin zählen, die ausgezeichnete Teamarbeit leisteten. Die vor den beiden letzten Rennen führenden Nils Weispfennig vom RSV Edelweiß Oberhausen und Marius Mayrhofer vom RV Radlerlust Gomaringen sowie der starke Max Gehrmann vom RSC Turbine Erfurt oder auch Henri Uhlig vom RSC Kelheim hatten am Ende gegen die überragende Berliner Doppelspitze keine Chancen.

Berlins Jugendfahrer haben mit diesen neuerlichen Erfolgen in dieser Saison eine Leistung vollbracht, die nicht hoch genug einzuschätzen ist. Vor allem mit Calvin Dik und Elias Richter, aber auch u.a. mit Fabian Dreier und Jakob Antkowiak, die alle im nächsten Jahr bei den Junioren starten, gilt es, ein starkes Bundesligateam aufzubauen. Diese großen Talente haben die Unterstützung des gesamten Berliner Radsport Verbandes verdient, der mit seinem Trainer Volker Winkler sehr gute Arbeit geleistet hat. Dieses sollte auch beim Landessportbund und dem Olympiastützpunkt gebührende Anerkennung finden.

Bernd Mülle

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