Berlins Junioren in Düren und in Frankfurt gegen starke in- und ausländische Konkurrenz

Auftakt zur „Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga“ verbreitet Optimismus

Am letzten Aprilwochenende startete die mit Spannung erwartete Rad-Bundesliga der Junioren bei Rund um Düren und schon zwei Tage später am 01. Mai folgte in Frankfurt der zweite Höhepunkt, der den Verlierern beim Auftakt schnell die Möglichkeit zur Revanche bot, wobei die Youngster in dieser Saison erneut gemeinsam mit der Masterklasse an den Start gehen. Dabei war auch internationale Konkurrenz aus der Schweiz und von starken Niederländern, die in Düren gleich mit einem Doppelsieg für Furore sorgten. Insgesamt 141 Fahrer nahmen das Rennen in Angriff, darunter aus Berlin das Landesverbandsteam mit Fabian Dreier, Max Benz-Kuch, Jakob Antkowiak, Calvin Dik, Patrick Dietze, Albert Gathemann und Maurice Ballerstedt sowie das Paul Voss Development Team mit Lennart Jung, Jost Zankel, Luca Bockelmann, Maximilian Meyer, Pepe Voß und Matteo Oberteicher.

Am Start bei nur neun Grad Celsius und Regen ahnte man nichts Gutes, aber nach etwa einer Stunde ließ sich auch einmal die Sonne blicken. Insgesamt aber eher schlechtes Wetter, das zu Stürzen und Defekten führte und das Hauptfeld arg zersplitterte. Auf dem sehr selektiven und anspruchsvollen Kurs gab es viele Herausnahmen aufgrund 10-minütiger Karenzzeit, so dass am Ende nur 88 Fahrer das Ziel erreichten und auch fünf Berliner Fahrer, darunter Calvin Dik, das Rennen nicht zu Ende fuhren. Rund 30 Fahrer bildeten am Ende die Kopfgruppe, aus der sich 10 km vor dem Ziel Albert Gathemann absetzen konnte, aber sein ambitionierter Ausreißversuch letztlich scheiterte. Auch der gestürzte Fabian Dreier versuchte noch in einer Spitzengruppe sein Glück, wurde aber ebenfalls eingeholt und der schnelle Maurice Ballerstedt ging schließlich als Vierter in die Zielkurve. Als der vor ihm liegende Fahrer stürzte, konnte er nicht mehr ausweichen und so musste er seine gute Chance aufs Podium begraben. Mit dem 36. Platz und einem Rückstand von 1:40 Minuten wurde er unter Wert geschlagen, während Albert Gathemann auf Platz 15 und Fabian Dreier auf Platz 23 mit lediglich zwei Sekunden Rückstand gut platziert waren.

Vier Fahrer hatten sich am Ende leicht absetzen können und so gab es schließlich einen niederländischen Doppelsieg durch die Fahrer des Cervelo-GOODZO Development Teams Casper van Uden vor Sven Hassert, die die besten Deutschen Henri Uhlig von DIATEST-City Bike Darmstadt und Marius Mayrhofer vom Team Wipotec RLP auf die weiteren Plätze verwiesen. Bester des Paul Voss Development Teams war Jost Zankel auf Rang 34, der 27 Sekunden Rückstand aufwies. In der Mannschaftswertung belegte der Landesverband Berlin einen guten 7. Platz, der die gute taktische Leistung des Teams widerspiegelt. „Die Leistung bei diesem schweren Rennen hat gepasst und läßt auf kommende Erfolge hoffen“, war Berlins Verantwortlicher Michael Bräunig durchaus zufrieden. Für das Paul Voss Development Team reichte es zu Platz 12 unter insgesamt platzierten 15 Teams. Immerhin blieben durch die vielen Ausfälle fünf Teams ohne Punkte, die nun beim nächsten Rennen in Frankfurt am 01. Mai gefordert sind.

Berliner Landesverband feiert sensationellen Sieg in Frankfurt durch Maurice Ballerstedt

Auch der zweite Platz geht nach Berlin für Luca Bockelmann vom Paul Voss Development Team

Aus Berliner Sicht war die gleiche Streitmacht in Frankfurt dabei, die in Düren ein durchaus achtbares Rennen bestritten hatte, aber bedingt durch Stürze in die Entscheidung nicht mehr eingreifen konnte. Optimismus vor dem Start herrschte dennoch in Frankfurt bei bestem Wetter kurz vor dem Start, obwohl man sich der Schwere des Rennens mit drei Bergwertungen bewußt war. Für Berlins Ausnahmeathlet auf der Bahn Calvin Dik sicherlich ein etwas zu schwerer Kurs mit kernigen Anstiegen, der ihm nicht gerade entgegenkommt. Aber mittlerweile gibt es mit Albert Gathemann und Maurice Ballerstedt weitere Fahrer, die zuletzt beim SC Berlin einen großen Sprung gemacht haben und beide noch dem jüngeren Jahrgang angehören. Man durfte also gespannt sein auf das Abschneiden der Berliner, die erneut auf den erkrankten Elias Richter verzichten mussten und sich dennoch laut Betreuer Michael Bräunig einiges ausrechneten. Das galt auch für das Optimismus ausstrahlende zweite Berliner Team Paul Voss Development um den starken Jost Zankel, der ebenfalls in Düren einem Sturz im Finale nicht ausweichen konnte.

Von Anfang an war es ein sehr offensives Rennen mit zwei Spitzengruppen, wobei sich die Berliner noch zurückhielten. Die vorherrschende Unruhe im Feld führte auch zu Stürzen und so wurde auch Jakob Antkowiak darin verwickelt, der später mit Schmerzen aufgeben musste. Für Calvin Dik, der sich zunächst sehr engagiert zeigte, kam später am Mammolshainer Berg der Mann mit dem Hammer, er musste abreißen lassen und landete schließlich im geschlagenen Feld. Gleiches galt auch für Max Benz-Kuch, während Albert Gathemann erneut mit offensiver Fahrweise überzeugen konnte und sogar eine Ausreißergruppe mit initiierte, die aber wieder kurzfristig gestellt wurde. Mit Übersicht immer vorn dabei war Fabian Dreier und auch Maurice Ballerstedt fuhr konzentriert und fokussiert im vorderen Feld, das sich auf etwa 30 Fahrer reduziert hatte.

Zu Beginn der drei Schlussrunden vor der Alten Oper setzten sich mit Maurice Ballerstedt, Luca Bockelmann und Georg Steinhauser vom WRSV-Holczer-Radsport-Team drei Fahrer ab, die noch einen Vorsprung von 19 Sekunden ins Ziel retten konnten. Die schnellsten Beine hatte dann Maurice Ballerstedt, der Luca Bockelmann im Zweierspurt distanzierte, während Georg Steinhauser mit zwei Sekunden Rückstand als Dritter ins Ziel kam, bevor Marius Mayrhofer vom Team Wipotec RLP den Spurt des Feldes um Platz vier gewann. Für Albert Gathemann, Lennart Jung vom Paul Voss Development Team und Fabian Dreier blieben zeitgleich die Plätze 26, 27 und 28 übrig, so dass beide Berliner Teams sich hervorragend aus der Affäre zogen. Das bedeutete gleichzeitig nach zwei Bundesligarennen für den Landesverband Berlin Platz 1 mit 44 Punkten in der Gesamtmannschaftswertung vor dem Schwalbe Team Sachsen mit 41 Punkten und dem WRSV-Holczer-Radsport-Team mit 38 Punkten. Mit 30 Punkten auf einem ebenfalls ausgezeichneten Platz 8 unter insgesamt 19 platzierten Teams liegt das Paul Voss Development Team, das damit ebenfalls noch alle Chancen für eine auch am Ende gute Platzierung besitzt. In der Gesamteinzelwertung führt nach zwei von insgesamt 10 Rennen Henri Uhlig von DIATEST-City Bike Darmstadt mit 318 Punkten vor Marius Mayrhofer mit 300 Punkten und Maurice Ballerstedt mit 255 Punkten, wobei Luca Bockelmann als Bester des Paul Voss Development Teams auf Platz 6 mit 207 Punkten ebenfalls gut im Rennen liegt.

Bernd Mülle

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