Guter Bundesligaauftakt 2016 für das KED-Stevens Radteam

Lucas Carstensen Lucas Carstensen Michael Deines

- 4. Platz in der Mannschaftswertung lässt für den weiteren Verlauf hoffen – 

24.04.2016 Cadolzburg: Das erste Rennen der diesjährigen „Müller-Die lila Logistik Rad-Bundesliga“ im bayrischen Cadolzburg war für die 135 Starter der Elite U 23 ein Prüfstein der härtesten Art. Mittendrin auch acht Fahrer des einzigen Berliner Eliteteams KED-Stevens, das mit Hannes Augustin, Lucas Carstensen, Malte Jürß, Tobias Magdeburg, Moritz Malcharek, Luca Niederlag, Sebastian Schmiedel und Erik Schubert an den Start ging. Es wurde ein denkwürdiges Rennen, das sich vom am gleichen Tag stattfindenden Profi-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich, was die Wetterverhältnisse betraf, kaum unterschied. Am Start blickte noch die Sonne durch bei allerdings bescheidenen 5 Grad über dem Gefrierpunkt. „Warm anziehen“ hieß die Devise, denn die weiteren Aussichten ließen kaum auf Wetterbesserung schließen. Für die Akteure, die 144 km auf einem Rundkurs, der neun Mal zu befahren war, bewältigen mussten, war es an diesem Sonntag eine echte Härteprobe, die am Ende immerhin 81 ins Ziel gekommene Rennfahrer bestanden.

8. Platz Lucas Carstensen           Fotos: Michael Deines
 

Das Berliner KED-Stevens Team bot letztlich eine beachtenswerte Leistung, denn nur zwei Fahrer mussten vor dem Ziel die Waffen strecken, von Kälte und Nässe arg durchgeschüttelt. Doch der Reihe nach: eine dreiköpfige Spitzengruppe hatte sich recht früh abgesetzt und hatte bis etwa zur Rennhälfte Bestand. Die Berliner, die dort nicht vertreten waren, fuhren taktisch recht klug im vorderen Teil des Feldes, das sie stets unter Kontrolle hatten. Als das Feld das Tempo forcierte, um die Ausreißer einzuholen, wurde es ungemütlich für die Rennfahrer, denn Schnee- und Graupelschauer sorgten dafür, dass auch die Temperaturen auf den Nullpunkt sanken und das Feld sich sukzessive reduzierte. Als noch drei Runden zu fahren waren, löste sich eine zehnköpfige Gruppe und auch hier war kein Berliner dabei, die darauf hofften, dass das Feld noch rechtzeitig die Lücke wieder schließt. Aufgrund des hohen Tempos im Feld wurden tatsächlich die Ausreißer wieder gestellt, jedoch hatten sich aus dieser Gruppe vorher mit Marcel Fischer von den Racing Students und Joshua Huppertz vom Team Kuota-Lotto zwei Fahrer absetzen können, die letztlich den Sieg unter sich ausmachten. Der starke Marcel Fischer siegte mit 6 Sekunden Vorsprung vor Joshua Huppertz, während das Feld von Konrad Geßner vom P&S Team Thüringen als Drittplatzierten mit einem Rückstand von 1:32 Minuten angeführt wurde.

In dieser Gruppe dabei waren immerhin drei Fahrer von KED-Stevens und der spurtschnelle Lucas Carstensen landete auf einem vorzüglichen 8. Platz. Sehr stark war auch die Leistung von Malte Jürß als 24. und auch der junge Sebastian Schmiedel konnte mit Platz 45 überzeugen. Für die Mannschaftswertung waren diese Platzierungen äußerst wichtig, führten sie doch in diesem hochkarätigen Feld von 15 gewerteten Teams zu einem hervorragenden vierten Platz, dabei so namhafte Continentalteams wie das LKT Team Brandenburg und das rad-net ROSE Team hinter sich lassend. Pech hatte Luca Niederlag, der etwa drei Kilometer vor dem Ziel durch einen Sturz ein wenig ausgebremst wurde und nicht mehr in den Spurt des Feldes eingreifen konnte. Für ihn blieb in dem bei diesem Wetter sehr schnellen Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42,46 km/h am Ende Platz 58 mit 2:12 Minuten Rückstand übrig, während die beiden Youngsters Tobias Magdeburg (75.) und Moritz Malcharek (76.) auf die Spitze 7:40 Minuten verloren, aber dennoch tapfer durchhielten.

Für die Mannen von Dieter Stein und Nick Kracik geht es nun weiter mit dem Carpathian Couriers Race, das am 29. April 2016 mit einem Prolog als Einzelzeitfahren über 3,3 km in Veszprem/Ungarn beginnt und dann über vier Etappen von Ungarn über die Slowakei bis nach Polen führt, wo die Rundfahrt am 03. Mai 2016 in Tarnow endet. Das KED-Stevens Team wird hier von den Fahrern Lucas Carstensen, Malte Jürß, Moritz Malcharek, Luca Niederlag und Sebastian Schmiedel vertreten, die sich in diesem schweren Etappenrennen auf die diesjährige Tour de Berlin vorbereiten können, um dann mit dem Heimvorteil entsprechende Akzente gegen sehr starke internationale Konkurrenz zu setzen.

Bernd Mülle

Letzte Änderung am Mittwoch, 27 April 2016 12:39
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