Juri Hollmann gewinnt 42. Internationale Juniorenetappenfahrt

 

- Der Ex-Berliner gewinnt gegen starke ausländische Konkurrenz –

Die im UCI-Kalender (2.1) angesiedelte Rundfahrt für Junioren, die vom RSC Cottbus und dessen Organisationsleiter Axel Viertler vom 07. bis zum 09. April 2017 veranstaltet wurde, sah ein internationales Fahrerfeld aus neun Nationen am Start, das mit 20 Mannschaften zu je sechs Fahrern hervorragenden Sport bot. Darunter war auch eine Auswahl des Landesverbandes Berlin mit den Fahrern Fabian Dreier vom SC Berlin, Calvin Dik vom RSV Werner Otto, Elias Richter vom Marzahner RC 94, Jakob Antkowiak vom BSV AdW Berlin, Max Benz-Kuch vom Berliner TSC und Maciej-Marek Litkowski von den Zehlendorfer Eichhörnchen, während in der Mannschaft des RSC Cottbus mit Juri Hollmann, Erik Vater und Constantin Kasterich drei ehemalige Berliner das Rennen aufnahmen.

Der Auftakt der Rundfahrt führte über 77,2 Kilometer rund um Drebkau und endete mit einem Massenspurt, den der Tscheche Daniel Babor vor dem Dänen Anders Lilliendal und dem Österreicher Tobias Bayer gewann, während Henrik Pakalski vom Landesverband Thüringen als Vierter bester Deutscher war. Die Fahrer des Landesverbandes Berlin waren zwar nicht unter den Top Ten zu finden, aber sie alle waren in der großen Hauptgruppe vertreten, die keinen Zeitrückstand zu verzeichnen hatte. Bester war Fabian Dreier auf Platz 12 vor Maciej-Marek Litkowski auf Platz 54 und Max Benz-Kuch auf Platz 68.

Am Samstag waren zwei Etappen zu absolvieren und hier stand zunächst ein Einzelzeitfahren über 11 Kilometer von Drachhausen nach Fehrow und zurück auf dem Programm, von dem eine Vorentscheidung zu erwarten war. Hier war es Lokalmatador Juri Hollmann, der mit einer Fahrzeit von 13:49,394 Minuten als einziger unter 14 Minuten blieb und Tobias Bayer um 16 Sekunden distanzierte, der wiederum vier Sekunden vor Felix Engelhardt vom Team Auto Eder Bayern lag. Auf Platz 22 landete als bester Berliner Calvin Dik, der 48 Sekunden auf Juri Hollmann einbüßte, während Elias Richter mit 50 Sekunden Rückstand auf Platz 27 einkam. Damit übernahm Juri Hollmann auch die Führung in der Gesamtwertung, in der Calvin Dik nunmehr auf Rang 22 und 54 Sekunden Rückstand durchaus noch Chancen für eine Top Ten-Platzierung besaß.

Der Nachmittag mit einem Rundstreckenrennen über 60 Kilometer brachte erneut einen Massenspurt, den wiederum der Tscheche Daniel Babor für sich entschied. Hinter dem Österreicher Florian Kierner kam der schnelle Henrik Pakalski auf den dritten Platz und sowohl der Spitzenreiter Juri Hollmann als auch alle sechs Berliner kamen zeitgleich mit dem Hauptfeld ins Ziel. Vom Landesverband Berlin war wiederum Fabian Dreier der Schnellste, diesmal allerdings nur auf Rang 22 platziert. Damit hatte Juri Hollmann seine Führung in der Gesamtwertung behauptet und konnte die Schlussetappe am Sonntag relativ entspannt in Angriff nehmen.

Die Schlussetappe über 120 Kilometer, die rund um Dissen führte, endete in einem weiteren Massenspurt, den dieses Mal aber der sprintstarke Däne Anders Lilliendal gewann, der Rico Brückner und Johannes Scharr, beide für das Schwalbe Team Sachsen fahrend, auf die weiteren Podiumsplätze verwies. Erneut auf Platz 12 kam Fabian Dreier als bester Berliner ein, während Juri Hollmann zeitgleich mit dem Sieger als 28. das Rennen beendete und somit vom ersten Platz der Gesamtwertung nicht mehr zu verdrängen war. Mit einer Fahrzeit von 5:56,48 Stunden lag er am Ende 21 Sekunden vor Tobias Bayer und 27 Sekunden vor Jakob Geßner vom Landesverband Thüringen. Berlins Bester, Calvin Dik, hatte als 22. genau eine Minute Rückstand zum Führenden und auch Elias Richter konnte mit einem Rückstand von 1:02 Minuten auf Platz 26 noch ein durchaus achtbares Ergebnis erzielen.

Der schnelle Fabian Dreier belegte Platz 31 mit nur 1:10 Minuten Rückstand und auch Jakob Antkowiak als 45. (1:33 Minuten zurück), Max Benz-Kuch als 66. (2:08 Minuten zurück) und Maciej-Marek Litkowski als 69. (2:19 Minuten zurück) enttäuschten unter den letztlich 101 Platzierten keinesfalls.

Die Nachwuchswertung des jüngeren Jahrgangs 2000 gewann Jakob Geßner vor Felix Engelhardt und Roger-Rüdiger Bohla vom RSC Cottbus, während Calvin Dik es hier auf Platz 10 schaffte. Die Sprintwertung sah ebenfalls Juri Hollmann in Front, der mit 12 Punkten vor Jakob Geßner mit 9 Punkten erfolgreich war. In dieser Wertung konnte sich leider kein Berliner Fahrer platzieren.

 

Bernd Mülle      

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