Weihnachtsbahnpokal mit dünner Beteiligung

- Aber Tino Thömel wieder einmal im Velodrom –

Es ist schon als etwas wagemutig zu bezeichnen, wenn der Berliner Radsport Verband e.V. (BRV) vier Tage vor Heiligabend einen Bahnpokal durchführt. Da sind aufgrund der Schulferien Besetzungschwierigkeiten vor allem in den Nachwuchsklassen vorprogrammiert und so war es nicht verwunderlich, dass in den Klassen U 13 bis U 17 insgesamt lediglich 22 (!) Teilnehmer-/innen am Start standen. Auch das Feld der Junioren/Elite war mit nur 11 Teilnehmern äußerst spärlich besetzt, so dass man sich fragen musste, ob ein solcher Renntag überhaupt Sinn macht.

Hut ab aber für die Organisatoren und Kommissäre, die wie immer mit vollem Einsatz dabei waren, um die Wettbewerbe durchführen zu können und dabei immer wieder erstaunliches Stehvermögen beweisen. Diese radsportverrückten Ehrenamtlichen verdienen einmal von dieser Stelle aus unseren großen Respekt, ebenso wie einige Mitglieder des BRV, die auch an diesem Renntag für das leibliche Wohl der Anwesenden sorgten.

Das sportliche Geschehen lässt sich schnell Revue passieren und dieses Mal standen neben dem beliebten Ausscheidungsfahren, ein Handicap-Rennen, ein Rennen über die unbekannte Distanz und ein Dänisches Punktefahren auf dem Programm, das in allen vier Altersklassen zur Austragung kam. In der U 13 feierte Toni Holst vom SC Berlin drei Siege, während Simon Nickel von der RSG Sprinter Fredersdorf das Rennen über die unbekannte Distanz gewann. Bei der U 15 siegte Paul Quabs vom Marzahner RC 94 zweimal und je einen Sieg errangen Robby Pohl vom RSC Cottbus über die unbekannte Distanz sowie Felix Fleischmann vom Marzahner RC 94 im Dänischen Punktefahren.

Die starke Nachwuchsabteilung des Marzahner RC 94 triumphierte auch bei der Jugend durch Sascha Telschow und Henning Sage, die beide jeweils zwei Rennen gewannen. So siegte Sascha Telschow im Ausscheidungsfahren und im Dänischen Punktefahren, während Henning Sage im Handicap-Rennen und über die unbekannte Distanz nicht zu schlagen war. Im elfköpfigen Feld der Junioren/Elite ließ sich nach langer Abstinenz wieder einmal Tino Thömel vom Continentalteam Bike AID im Velodrom blicken, der auch gleich das Ausscheidungsrennen für sich entschied. Insgesamt aber zeigte sich doch, dass er eine zu lange Pause auf der Bahn eingelegt hatte, denn die Plätze 5 im Dänischen Punktefahren und über die unbekannte Distanz sowie lediglich Platz 9 im Handicap-Rennen waren bestimmt nicht das, was man eigentlich von ihm erwarten durfte.

Zwei Überraschungssiege landete im Handicap-Rennen und im Rennen über die unbekannte Distanz Adrien Buley vom Marzahner RC 94, wobei sein Vereinskamerad Elias Richter im Dänischen Punktefahren seine Überlegenheit ausspielen konnte und dabei den Syrer Tarek Al Moakee von der NRVg. Luisenstadt und Maurice Ballerstedt vom SC Berlin auf die weiteren Plätze verwies.

Nachträglich sei noch die am vergangenen Sonntag ausgetragene Offene Stehermeisterschaft von Berlin erwähnt, an der leider auch nur fünf Fahrer teilnahmen. Hier gewannen Moritz Kaase vom RSV Gütersloh die ersten beiden Läufe und Stefan Lange vom Bad Doberaner SV den dritten Lauf über jeweils 20 km, so dass Moritz Kaase mit Schrittmacher Peter Bäuerlein auch die Gesamtwertung vor Stefan Lange mit Schrittmacher Gerd Gessler dominierte, in der der Tscheche Jakub Filip nur auf Platz vier einkam.

Bernd Mülle

Foto: D. Schmidt-Quabs

 

          

 

 

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