Pascal Ackermanns erster Sieg bei der Tour de Berlin

Pascal Ackermanns erster Sieg bei der Tour de Berlin

- Zeitfahrsieger Remi Cavagna aus Frankreich im Gelben Trikot – 

Der Pfingstsonntag war ein ereignisreicher Tag für die Teilnehmer der 64. Tour de Berlin. Zunächst stand das Einzelzeitfahren über 21,4 km auf dem Programm, das erfahrungsgemäß immer einen wichtigen, wenn nicht sogar entscheidenden Beitrag zur Ermittlung des Gesamtsiegers leistet. Bei kaltem, zum Teil regnerischen Wetter und dazu noch starkem Gegenwind auf dem ersten Teil der Strecke wurde den noch 124 Fahrern einiges abverlangt. Für sechs von ihnen, darunter auch Justin Rudolph vom Landesverband Berlin, war danach die Tour zu Ende, da sie wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen werden mussten.

Die Richtzeit legte Arne Egner aus der BDR Nationalmannschaft vor, der die drei vor ihm gestarteten Fahrer eingeholt hatte und eine Zeit von 28:06,24 Minuten erzielte, die aber am Ende nur zu Platz 47 reichen sollte. Eine erste Topzeit fuhr dann der Neuseeländer Sam Dobbs vom BMC Development Team mit 27:20,07 Minuten, die schon wenig später von Egners Teamkamerad Marco Mathis mit 27:01,71 Minuten getoppt wurde. Man konnte zu diesem Zeitpunkt vermuten, dass für einen Sieg eine Zeit um 26 Minuten nötig sein würde, die bei der Fülle der noch folgenden exzellenten Zeitfahrer durchaus realistisch erschien. Der erste, der unter 27 Minuten blieb, war dann der Russe von BMC Pavel Sivakov, der die Uhren bei 26:53,39 stehen ließ.

In der Folge wurde diese Zeit dann von Leon Rohde vom LKT Team Brandenburg mit 26:48,94 Minuten unterboten, bevor der französische Meister im Einzelzeitfahren der U 23, Remi Cavagna von Klein Constantia mit 26:12,65 Minuten eine Marke setzte, die keiner mehr erreichen sollte. Weder der Weltmeister in dieser Kategorie, der Däne Mads Würtz Schmidt vom Team Trefor noch der Gesamtführende Maximilian Schachmann, Teamkamerad von Cavagna, als bekannt guter Zeitfahrer und als Letzter ins Rennen gegangen, konnten dem Franzosen den Sieg streitig machen. Dieser gewann schließlich mit 11 Sekunden vor dem Belgier Nathan van Hooydonck von BMC und 13 Sekunden vor dem Dänen Kasper Asgreen vom Team Trefor und übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung vor Maximilian Schachmann, der als Neunter des Zeitfahrens 36 Sekunden auf Cavagna verloren hatte. Ganz starke Leistungen zeigten die beiden Deutschen Julian Braun und Joshua Huppertz vom Continentalteam Kuota-Lotto, die die Plätze 5 und 6 belegten, während Sebastian Schmiedel vom KED-Stevens Radteam als bester seines Teams auf Platz 32 einkam.

Souveräner Spurtsieg von Pascal Ackermann bei Rund um Baruth

 

Endlich hat es für den sympathischen Pascal Ackermann von der BDR Nationalmannschaft zum Sieg gereicht! Nach drei dritten Plätzen in den vergangenen Jahren gab es nun den so sehnlich von ihm erwarteten Etappensieg bei der Tour de Berlin. Im Spurt einer 18-köpfigen Gruppe, die mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem Hauptfeld ins Ziel kam, ließ er seinen Gegnern beim zweiten Teil  des Tages „Rund um Baruth“ keine Chance. Erstaunlich auch, dass das Podium ausschließlich von deutschen Fahrern besetzt war, da Dario Rapps von Kuota-Lotto und Leon Rohde die nächsten Plätze belegten.

Zum Rennverlauf blieb folgendes festzuhalten: ab der dritten von insgesamt 11 zu fahrenden, über jeweils 12,5 km führenden Runden, hatte sich eine zehnköpfige Spitzengruppe gebildet, zu der Marcel Franz vom LKT Team Brandenburg, Julian Braun, der Däne Mads Rahbek vom Team Trefor, Matthias Reutimann vom Swiss Cycling Team, Marco Mathis und Sven Reutter von der BDR Nationalmannschaft, der Niederländer Marten Kooistra von SEG Racing, der Pole Przemyslaw Kasperkiewicz von Klein Constantia, der Niederländer Bas Tietema von BMC und der Belgier Charlie Arimont vom Continentalteam Color Code gehörten. Sie harmonierten gut und fuhren zeitweise einen Vorsprung von maximal 1:42 Minuten heraus, ehe nach Vollendung der 8. Runde Kooistra und Arimont abreißen lassen mussten. Die verbliebenen Fahrer hatten noch 28 Sekunden Vorsprung bis am Ende der 10. Runde das Feld wieder zu den Spitzenreitern aufgeschlossen hatte.

Es kam zum erwarteten Massenspurt mit dem souveränen Sieger Pascal Ackermann, dem der Triumph bei seiner letzten, altersbedingten Teilnahme in Berlin mehr als zu gönnen war. Wenig auszurichten hatten erneut die Berliner Fahrer des KED-Stevens Radteams bzw. des Landesverbandes, von denen Malte Jürß auf Rang 25 noch am besten abschnitt und Christopher Schulz das Rennen nicht beendete. Allerdings befand sich der junge Berliner in bester Gesellschaft von Mads Würtz Schmidt und dem Kanadier Sean Mackinnon vom Team RaceClean, die nach dem Zeitfahren immerhin als 8. bzw. 11. der Gesamtwertung noch aussichtsreich im Rennen gelegen hatten und auf der letzten Etappe nicht mehr dabei sind.

Vor der Schlussetappe am Pfingstmontag in Birkenwerder führt der Franzose Remi Cavagna mit 9 Sekunden vor Maximilian Schachmann und 10 Sekunden vor Nathan van Hooydonck die Gesamtwertung an. Somit können die Radsportfans auf ein spannendes Finale hoffen und vielleicht kann auch einmal ein anderer Berliner Fahrer als Maximilian Schachmann den ein oder anderen Akzent auf dieser schweren, letzten Etappe setzen. Hier richtet sich das Hauptaugenmerk auf Sebastian Schmiedel, der als 29. im Gesamtklassement nur 1:50 Minuten Rückstand aufweist.

Das Graue Sprinttrikot trägt auch auf der morgigen Etappe Robert Kessler vom LKT Team Brandenburg, während sein Teamkamerad Marcel Franz das Grüne Trikot des aktivsten Fahrers auf seinen Schultern trägt. Bester Nachwuchsfahrer im Weißen Trikot ist der Niederländer Pascal Eenkhoorn, dessen Team BMC Development die Führung in der Mannschaftswertung inne hat.

Bernd Mülle

Bilder von @Arne Mill Frontalvision:

Pascal Ackermanns erster Sieg bei der Tour de Berlin

- Zeitfahrsieger Remi Cavagna aus Frankreich im Gelben Trikot – 

Der Pfingstsonntag war ein ereignisreicher Tag für die Teilnehmer der 64. Tour de Berlin. Zunächst stand das Einzelzeitfahren über 21,4 km auf dem Programm, das erfahrungsgemäß immer einen wichtigen, wenn nicht sogar entscheidenden Beitrag zur Ermittlung des Gesamtsiegers leistet. Bei kaltem, zum Teil regnerischen Wetter und dazu noch starkem Gegenwind auf dem ersten Teil der Strecke wurde den noch 124 Fahrern einiges abverlangt. Für sechs von ihnen, darunter auch Justin Rudolph vom Landesverband Berlin, war danach die Tour zu Ende, da sie wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen werden mussten.


Die Richtzeit legte Arne Egner aus der BDR Nationalmannschaft vor, der die drei vor ihm gestarteten Fahrer eingeholt hatte und eine Zeit von 28:06,24 Minuten erzielte, die aber am Ende nur zu Platz 47 reichen sollte. Eine erste Topzeit fuhr dann der Neuseeländer Sam Dobbs vom BMC Development Team mit 27:20,07 Minuten, die schon wenig später von Egners Teamkamerad Marco Mathis mit 27:01,71 Minuten getoppt wurde. Man konnte zu diesem Zeitpunkt vermuten, dass für einen Sieg eine Zeit um 26 Minuten nötig sein würde, die bei der Fülle der noch folgenden exzellenten Zeitfahrer durchaus realistisch erschien. Der erste, der unter 27 Minuten blieb, war dann der Russe von BMC Pavel Sivakov, der die Uhren bei 26:53,39 stehen ließ.

In der Folge wurde diese Zeit dann von Leon Rohde vom LKT Team Brandenburg mit 26:48,94 Minuten unterboten, bevor der französische Meister im Einzelzeitfahren der U 23, Remi Cavagna von Klein Constantia mit 26:12,65 Minuten eine Marke setzte, die keiner mehr erreichen sollte. Weder der Weltmeister in dieser Kategorie, der Däne Mads Würtz Schmidt vom Team Trefor noch der Gesamtführende Maximilian Schachmann, Teamkamerad von Cavagna, als bekannt guter Zeitfahrer und als Letzter ins Rennen gegangen, konnten dem Franzosen den Sieg streitig machen. Dieser gewann schließlich mit 11 Sekunden vor dem Belgier Nathan van Hooydonck von BMC und 13 Sekunden vor dem Dänen Kasper Asgreen vom Team Trefor und übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung vor Maximilian Schachmann, der als Neunter des Zeitfahrens 36 Sekunden auf Cavagna verloren hatte. Ganz starke Leistungen zeigten die beiden Deutschen Julian Braun und Joshua Huppertz vom Continentalteam Kuota-Lotto, die die Plätze 5 und 6 belegten, während Sebastian Schmiedel vom KED-Stevens Radteam als bester seines Teams auf Platz 32 einkam.

Souveräner Spurtsieg von Pascal Ackermann bei Rund um Baruth

 

Endlich hat es für den sympathischen Pascal Ackermann von der BDR Nationalmannschaft zum Sieg gereicht! Nach drei dritten Plätzen in den vergangenen Jahren gab es nun den so sehnlich von ihm erwarteten Etappensieg bei der Tour de Berlin. Im Spurt einer 18-köpfigen Gruppe, die mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem Hauptfeld ins Ziel kam, ließ er seinen Gegnern beim zweiten Teil  des Tages „Rund um Baruth“ keine Chance. Erstaunlich auch, dass das Podium ausschließlich von deutschen Fahrern besetzt war, da Dario Rapps von Kuota-Lotto und Leon Rohde die nächsten Plätze belegten.

Zum Rennverlauf blieb folgendes festzuhalten: ab der dritten von insgesamt 11 zu fahrenden, über jeweils 12,5 km führenden Runden, hatte sich eine zehnköpfige Spitzengruppe gebildet, zu der Marcel Franz vom LKT Team Brandenburg, Julian Braun, der Däne Mads Rahbek vom Team Trefor, Matthias Reutimann vom Swiss Cycling Team, Marco Mathis und Sven Reutter von der BDR Nationalmannschaft, der Niederländer Marten Kooistra von SEG Racing, der Pole Przemyslaw Kasperkiewicz von Klein Constantia, der Niederländer Bas Tietema von BMC und der Belgier Charlie Arimont vom Continentalteam Color Code gehörten. Sie harmonierten gut und fuhren zeitweise einen Vorsprung von maximal 1:42 Minuten heraus, ehe nach Vollendung der 8. Runde Kooistra und Arimont abreißen lassen mussten. Die verbliebenen Fahrer hatten noch 28 Sekunden Vorsprung bis am Ende der 10. Runde das Feld wieder zu den Spitzenreitern aufgeschlossen hatte.

Es kam zum erwarteten Massenspurt mit dem souveränen Sieger Pascal Ackermann, dem der Triumph bei seiner letzten, altersbedingten Teilnahme in Berlin mehr als zu gönnen war. Wenig auszurichten hatten erneut die Berliner Fahrer des KED-Stevens Radteams bzw. des Landesverbandes, von denen Malte Jürß auf Rang 25 noch am besten abschnitt und Christopher Schulz das Rennen nicht beendete. Allerdings befand sich der junge Berliner in bester Gesellschaft von Mads Würtz Schmidt und dem Kanadier Sean Mackinnon vom Team RaceClean, die nach dem Zeitfahren immerhin als 8. bzw. 11. der Gesamtwertung noch aussichtsreich im Rennen gelegen hatten und auf der letzten Etappe nicht mehr dabei sind.

Vor der Schlussetappe am Pfingstmontag in Birkenwerder führt der Franzose Remi Cavagna mit 9 Sekunden vor Maximilian Schachmann und 10 Sekunden vor Nathan van Hooydonck die Gesamtwertung an. Somit können die Radsportfans auf ein spannendes Finale hoffen und vielleicht kann auch einmal ein anderer Berliner Fahrer als Maximilian Schachmann den ein oder anderen Akzent auf dieser schweren, letzten Etappe setzen. Hier richtet sich das Hauptaugenmerk auf Sebastian Schmiedel, der als 29. im Gesamtklassement nur 1:50 Minuten Rückstand aufweist.

Das Graue Sprinttrikot trägt auch auf der morgigen Etappe Robert Kessler vom LKT Team Brandenburg, während sein Teamkamerad Marcel Franz das Grüne Trikot des aktivsten Fahrers auf seinen Schultern trägt. Bester Nachwuchsfahrer im Weißen Trikot ist der Niederländer Pascal Eenkhoorn, dessen Team BMC Development die Führung in der Mannschaftswertung inne hat.

Bernd Mülle

Bilder von @Arne Mill Frontalvision:

TourdeBerlin2016 Tag 2

    

    

 

    

    

Letzte Änderung am Montag, 16 Mai 2016 13:22
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